Frank Landmesser
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Höreindrücke - Analog

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Plattenklemme - Clearaudio vs. Transrotor

Nachdem ich mit einer Schieferbasis und Tellerauflage aus Schiefer bemerkenswerte Ergebnisse an meinem Alu-Dreher Fat Bob S erzielt habe, wollte ich auch den Auswirkungen von unterschiedlichen Auflagegewichten nachgehen. Gerade bei dünnen und verwellten Platten ist schon das Abspielen mit dem beiliegenden Original-Transrotor-Auflagegewicht (ebenfalls aus polierten Alu ...natürlich - s. Bild 1 unten) geringfügig angenehmer als ohne Gewicht. Weil als einfaches Drehteil leicht herzustellen, findet man auch etliche nur erdenkliche Auflagegewichte am Markt. Dass das ein oder andere Kupfer-, Edelstahl-, Kohlefaser,- oder auch bedämpftes Zylinderrollen-Gewicht evtl. Vorteile gegenüber dem durch einen Gummi-O-Ring bedämpfte Alu-Gewicht haben würde, ist zu erwarten. Wirkich konsequent erachte ich allderings die Möglichkeit ein Gewicht gegen die Platte zu verspannen. Leider besitzt der Zapfen des Transrotor kein Gewinde für ein entsprechendes verschraubbares Gewicht. Mein Münchner Lieblingshändler machte mich auf eine interessante Alternative des deutschen Analogspezialisten Clearaudio aufmerksam: Seal (Bild 2 unten).

Diese Plattenklemme ist eigentlich für den Einsatz auf Plattenwaschmaschinen gedacht und soll entsprechend ihres Namens das Papierlabel gegenüber der Reinigungsflüssigkeit versiegeln. Hierzu trägt sie unter dem Stahlring eine dichtende Gummilippe, die über das Papierlabel in die Auslaufrille hinausragt. Die Kontaktfläche zum Label ist zudem mit Moosgummi bedämpft. Der feste Sitz der Klemme wird über eine Pressaufnahme des Plattenspieler-Zapfens erzielt, der sich ähnlich eines Bohrfutters über das gerändelte Rad festziehen lässt. Drückt man nun die Klemme über Gummilippe und Mossgummi auf den Plattenteller und zieht die Pressbuchse fest, kann man so ein deutlich höheren Anpressdruck der Platten auf den Teller erzielen als mit reiner Gewichtskraft erzielbar. Dass dies so vom Hersteller nicht gedacht ist, merkt man leider an zwei praktischen Nachteilen in der Handhabung der Plattenklemme:

  1. Sobald der Tonabnehmer nach Abspielen des letzten Stückes auf einer Seite in Richtung Label wandert, sollte man sich zügig in Richtung Plattenspieler bewegen und über den Tonarmlift den Tonabnehmer vor der etwas unsanften Kollision mit der Gummilippe bewahren.

  2. Der Platten- oder Seitenwechsel erfordert bei sich drehendem Teller etwas Übung. Inzwischen gehen mir die beiden notwendigen Drehbewegungen zum Lösen der Klemmbefestigung zwar "leicht von den Händen"; wer aber Stress auf den Antriebsmotor, den Riemen oder das Lager vermeiden will, sollte evtl. eher den Teller stoppen, um die Klemme abzunehmen und wieder aufzusetzen. Ein ständiger Stopp und Wiederanlauf ist allerdings bei den meisten Drehern auch eher unerwünscht...

Höreindrücke

Wer mit den oben beschriebenen praktsichen Nachteilen leben kann, erhält dafür einen nochmal leicht gesteigerten Musikgenuss.

Gehört wurde an meinem Transrotor Fat Bob S (inkl. aller hier im Analog-Kapitel beschriebenen Modifikationen) mit Rega RB300 und Goldring Eroica an der Aqvox 2Ci im Stromverstärker-Betrieb.

Es tut sich nichts Weltbewegendes, der Klangunterschied der beiden Gewichte ist allerdings sicher nachvollziehbar und liegt über dem muss-man-sich-einreden-Effekt. Die Auswirkungen der bedämpften und sehr festen Klemmung insbesondere bei leicht verwellten Platten sind gegenüber dem Alu-Gewicht durchweg positiv. Das Klanggeschehen wird vor einem ruhigeren Hintergrund abgebildet, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes beruhigt und von Störungen und Nervosität befreit. Die Feinauflösung gerät noch ein wenig feinkörniger und entspannter; der Bass straffer und die Bühnenstaffelung präziser. Zur Einordnung: Diese Unterschiede sind weitaus geringer als bei den anderen Massnahmen dieses Kapitels.

Fazit

Wenn man das letzte Quentchen Klangqualität aus seinem Plattenspieler herauskitzeln möchte, kommt diese zudem noch günstige (69 EUR) Plattenklemme gerade recht. Hinsichtlich maximaler Beruhigung des Abtastvorgangs durch ein "Plattengewicht" scheint mir mit der Seal das mögliche Maximum erreicht. Um in den Genuss dieser letzten Prozente "Klang" zu kommen, muss man allerdings mit den beschriebenen Einschränkungen in der praktischen Handhabung leben können.

So liegen an meinem Laufwerk auch immer beide Plattengewichte bereit. Die Arbeit mit der Seal-Klemme mache ich mir immer nur dann, wenn ich wirklich aktiv meine besten Pressungen hören möchte. Dann würde ich sie allerdings auch nicht mehr missen wollen.

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